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Kastell Lützelbach

archäologische Stätte in Deutschland

Das römische Kastell Lützelbach liegt etwa einen Kilometer südöstlich von Lützel-Wiebelsbach, einem Ortsteil der Gemeinde Lützelbach im Odenwaldkreis. Es befindet sich auf einem Plateau eines Höhenrucks zwischen dem Talkessel von Lützelbach und dem Tal von Haingrund. Die Mauer des Kastells war aus rotem Sandstein gebaut und hatte eine Fläche von etwa 5250 m². Das Kastell wurde in trajanischer Zeit errichtet und vermutlich 159 aufgelassen. Die Besatzung bestand aus einer Auxiliartruppe von etwa 160 Mann. Das Kastell war mit drei Toren versehen, darunter das Haupttor nach Südosten. Die Mauer war an der Nordwestseite stärker als an den anderen Seiten, was auf eine künstliche Geländeaufschüttung hindeutet. Die Innenbauten sind stark zerstört, sodass keine verwertbaren Spuren mehr vorhanden sind. Ein Kastellbad befand sich nördlich des Lagers, dessen Grundriss unterirdisch weitgehend erhalten ist. Zudem gab es zwei römische Häuser südlich des Kastells, die vermutlich nach der Auflassung des Limes errichtet wurden. Das Kastell Lützelbach ist ein Bodendenkmal und Teil des UNESCO-Welterbes. Es wurde 1895 erstmals archäologisch untersucht, und im 21. Jahrhundert wurden geophysikalische Untersuchungen durchgeführt. Die Funde, darunter Skulpturen und ein Relief der Victoria, befinden sich im Stadtmuseum Wiesbaden. Der Limes verläuft südlich des Kastells bis zum Kleinkastell Windlücke, wobei zwei Turmstellen auf dieser Strecke liegen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Lützelbach
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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