📷 Bild: Wikimedia Commons
Mühlhäuser Schlößchen
Burgruine in Deutschland
Die Ruine des Mühlhäuser Schlößchens liegt südlich von Mühlhausen in der Gemeinde Breuberg im Odenwaldkreis. Sie befindet sich am Fuße des Obersberges, in einem engen Talkessel zwischen dem Obersberg und dem Breitenbacher Kopf. Die Anlage liegt auf einer Höhe von etwa 195 m ü. NN und ist heute schwer zugänglich, da sie sich in einer feuchten Bachaue inmitten einer Viehweide befindet. Die Ruine gilt als Kulturdenkmal und ist im Bestand stark gefährdet. Die Anlage hat eine fast quadratische Form mit einer Fläche von etwa 8,80 m mal 10 m. Das Mauerwerk ist nur an der Westseite erhalten und war 1862 noch zwei Stockwerke hoch. Es gibt keine schriftlichen Quellen zur Geschichte, sodass die Forschung auf archäologischen Funden und vergleichenden Beobachtungen basiert. Im Jahr 1988 wurden Keramikscherben gefunden, und der Untergeschoss bestand aus einem gestampften Lehmboden. Die Anlage wird als Feste Haus oder Weiherhaus interpretiert, mit einer Zugbrücke und einem erhöhten Eingang. Ein Halbschalenturm an der südwestlichen Ecke könnte als Treppenturm gedient haben. Die Bauweise ähnelt dem Templerhaus in Amorbach und dem Topplerschlösschen. Die Ruine ist Teil einer Gruppe ähnlicher Gebäude in der Region, die oft als Sitz niederen Adels gedeutet werden. Teile eines umlaufenden Grabens sind im Wiesengelände noch erkennbar.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Burgruine
- Ort
- Rai-Breitenbach
- Adresse
- Mühlhäuser Schlößchen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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