UnterfrankenBezirk Unterfranken

Kastell Seckmauern

archäologische Stätte in Deutschland

Das Kastell Seckmauern liegt im Odenwald, etwa 200 bis 300 Meter jenseits der bayerischen Grenze auf dem Gebiet von Wörth am Main. Es befindet sich auf einem bewaldeten Höhenzug östlich des Pfitschengrabens, etwa einen Kilometer nördlich des Ortszentrums von Seckmauern. Es war der nördlichste gesicherte Punkt der älteren Limeslinie im Odenwald und wurde 1901 von Eduard Anthes entdeckt. Das römische Militärlager hatte die Form eines leicht verschobenen Rechtecks mit einer Fläche von etwa 6000 m². Es war ein Erdwerk mit Holz und Erde, umgeben von einem Spitzgraben und einer Palisade. Das Kastell besaß vier Tore und war nach Süden ausgerichtet, zum Limes hin. Im rückwärtigen Teil des Lagers wurden Spuren von Contubernien gefunden, doch die Dokumentation blieb unvollständig. Vor Ort sind die Baureste der nachkastellzeitlichen Villa rustica als Erdhügel erkennbar. Die Limeslinie verläuft südwestlich des Kastells und verläuft nahe der Grenze zwischen Bayern und Hessen. Der Limesverlauf ist auf Luftbildern noch sichtbar, und der Höhenunterschied zwischen den Kastellen Seckmauern und Lützelbach beträgt rund 50 Meter.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Wörth am Main
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland
Quellen:Kastell Seckmauern (CC0-1.0)

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