Kastell Wörth
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kastell Wörth war ein römisches Numeruskastell am nordwestlichen Rand von Wörth am Main in Bayern. Es wird dem Odenwaldlimes zugeordnet, möglicherweise aber auch der Mainlinie des Obergermanischen Limes. Die genaue Zuordnung bleibt aufgrund fehlender datierbarer Funde unklar. Das Kastell lag im Bereich der Kastelle Obernburg und Seckmauern, wo der Limesverlauf vermutlich begann. Das Kastell wurde 1882 von Wilhelm Conrady entdeckt und bis 1890 untersucht. Es war 93 Meter lang und 84 Meter breit, mit vier Ecktürmen und einem doppelten Spitzgraben. Die Principia wurden nachgewiesen, andere Bauten bestanden aus Holz. Geophysikalische Untersuchungen zeigten eine Wehrmauer und ein Reduktionskastell. Die Errichtung und Nutzung sind bislang nicht sicher datiert, vermutlich zwischen dem zweiten und frühen dritten Jahrhundert n. Chr. Im Gelände sind nur schwache Bodenkonturen sichtbar. Die Ausgrabungen und Funde sind im Bürgerhaus in Wörth präsentiert, das zum Schifffahrts- und Schiffbaumuseum gehört. Das Kastellbad und der Vicus wurden ebenfalls untersucht, doch keine Befundstrukturen sind heute noch erkennbar. Das Kastell und die Limesbauwerke sind als Bodendenkmal geschützt.
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- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Wörth am Main
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
In der Nähe
- Obergermanisch-Raetischer Limes1.1 km
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- Bodendenkmal in Wörth am Main, #D-6-6220-00131.4 km
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