📷 Bild: Wikimedia Commons
Kybele-Kultstätte (Neuss)
archäologische Stätte in Deutschland
Die Kybele-Kultstätte in Neuss liegt im Stadtteil Gnadental und besteht aus einem spätantiken Keller, der 1956 bei Ausgrabungen entdeckt wurde. Der Keller, der etwa 1,80 m × 1,80 m groß ist, wurde ursprünglich als Taufkeller für das Taurobolium interpretiert, ein Ritual des Kybele-Kultes. Die Ausgrabungen fanden im Bereich ehemaliger römischer Militärlager und canabae legionis statt. Zwei Treppen und Funde wie Votivfiguren sowie eine bekrönte Göttin-Figur deuten auf lokale Muttergottheiten hin, nicht unbedingt auf Kybele selbst. Der Keller wird vermutlich in die Spätantike datiert, basierend auf dem lehmgebundenen Spolienmauerwerk und einem Jupiter-Weihestein. Die Auflassung des Kellers wird durch 42 Münzen in der Kellerverfüllung angedeutet, darunter ein Follis des Kaisers Constans aus dem Jahr 341/346. Die Münzen und Weihesteine könnten Opfergaben für eine nahegelegene Jupiterfigur sein. Die genaue Funktion des Kellers bleibt unklar, obwohl er heute im Pavillon „Fossa Sanguinis“ konserviert und besichtbar ist. Besucher können den Keller im Pavillon „Fossa Sanguinis“ besuchen, der Teil des „Historischen Rundgangs“ auf dem Gelände von Novaesium ist. Dieses Gelände war einst ein römisches Militärlager und bietet Einblicke in die römische Geschichte der Region. Die Kybele-Kultstätte ist Teil eines archäologischen Rundgangs und vermittelt Einblicke in die spätantike Kultur und Religion.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Neuss
In der Nähe
- Novaesium312 m
- Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal, Neuss1.3 km
- Neusser Alexianer1.1 km
- Schloss Reuschenberg1.8 km
- Augustinerchorherrenstift St. Maria, Neuss (Oberkloster)1.6 km
- Obertor1.8 km
QR-Code