📷 Bild: Wikimedia Commons
Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal, Neuss
Kloster in Deutschland
Das Kloster Gnadental war ein Zisterzienserinnenkloster, das im 13. Jahrhundert in der Region von Neuss gegründet wurde. Es lag am Ufer der Erft, am Rand des Stadtteils Gnadental. Die Abtei wurde 1250 als „ad Vallem gratie“ urkundlich erwähnt und stand unter der Aufsicht des Klosters Heisterbach. Im 16. Jahrhundert wurde es zu einem adeligen Kloster, das nur Adlige aufnahm. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts verlor es an Bedeutung, bis es 1802 aufgelöst wurde. Die ehemalige Klosterkirche wurde abgebrochen, und das Gelände wurde später von der Firma Zülow genutzt. Das Kloster spielte in der Geschichte Neuss eine Rolle als militärisches Quartier. Während der Belagerung von Neuss 1586 lag das Hauptquartier von Alexander Farnese von Parma hier. Die Truchsessischen Kriege und die Franzosenbelagerung im 18. Jahrhundert führten zu Verwüstungen und Fluchten der Nonnen. Heute sind nur geringe Spuren der Klösterzeit auf dem Gelände zu erkennen. Die Firma Zülow errichtete 1996 eine kleine Kapelle im Innenhof, um die Geschichte des Klosters zu gedenken. Die ehemaligen Anlagen des Klosters sind heute Teil des Guts Gnadental. Es gibt keine erhaltenen Räume oder Wege aus der Klösterzeit. Die Umgebung umfasst den Stadtteil Gnadental und die Erft. Die historischen Ereignisse und die Rolle des Klosters in der Region sind in der Literatur dokumentiert, doch keine weiteren Einrichtungen oder Ausstellungen sind vorhanden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Neuss
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