Neusser Alexianer
ehemalige katholische Ordensgemeinschaft für Laienbrüder in der Krankenpflege mit Mutterhaus in Neuss
Die Neusser Alexianer waren eine katholische Ordensgemeinschaft für Laienbrüder in der Krankenpflege, die sich im 19. und 20. Jahrhundert aus dem Mutterhaus in Neuss ausbreitete. Sie wurden als Kongregation bischöflichen Rechtes gegründet und fusionierten 1990 mit den Aachener Alexianern. Bis 2008 bestand sie als Provinz „St. Josef“ und vereinigte sich dann mit der Provinz „St. Alexius“ Aachen. Die Gemeinschaft entstand im späten 14. Jahrhundert und wurde 1490 durch einen Vertrag mit der Stadt Neuss rechtlich abgesichert. Sie lebte in Armut, betrieb Krankenpflege und begleitete Menschen auf ihrem Lebensweg. Das Kloster hatte ein Haus in der Brückstraße, das der Stadt gehörte, und war von der Stadt stark überwacht. Sie erhielten Einkünfte durch Almosen, Geschenke und später auch Malz zur Brauerei. Die Brüder kümmerten sich um Kranke, Behinderte und arme Bürger, arbeiteten in Stiftungen wie dem Quirinusstift und hatten Pflichten wie das Luten der Glocken. Sie besaßen eine Kapelle mit Glocke und erhielten Reliquien aus dem Kölner Alexianerkloster. Im 18. Jahrhundert mussten sie oft um finanzielle Unterstützung bitten und standen unter strengen Vertragsbedingungen. Im 19. Jahrhundert blieb das Kloster erhalten, da es als „nützliches Kloster“ eingestuft wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Neuss
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