📷 Bild: Wikimedia Commons
Fryburg, spätlatènezeitliches Oppidum
Archäologisches Stätte in Roggwil im Kanton Bern, Schweiz
Im Oberaargau, ganz im Nordosten des Kantons Bern, lag vor zweitausend Jahren eine Stadt. Die Fryburg bei Roggwil war ein Oppidum — eine befestigte keltische Großsiedlung — und nahm dreiundzwanzig Hektar ein. Eine mächtige Wehranlage umschloss ein Areal, das dicht bebaut war. Bemerkenswert ist weniger ihr Alter als der Zeitpunkt ihrer Wiederentdeckung. Die Siedlung entstand um 80 bis 50 vor Christus — und danach wusste zweitausend Jahre lang niemand von ihr. Erst 2008 stieß man zufällig darauf. Was seither an Prospektionen und kleineren Grabungen folgte, zeichnet das Bild eines Wirtschaftsstandorts: Hier wurde gemünzt, hier verarbeitete man Buntmetall, und was an Luxus begehrt war, kam über den Fernhandel herein. Eine Stadt mit eigener Währung, von deren Existenz noch vor zwei Jahrzehnten niemand wusste. Zu sehen ist heute vor allem Landschaft; das Gelände muss man lesen lernen. Dabei helfen zwei Tafeln, die der Archäologische Dienst des Kantons Bern gemeinsam mit der Gemeinde Roggwil 2022 aufgestellt hat. Das Gebiet steht zu jeder Jahreszeit offen — festes Schuhwerk und wettertaugliche Kleidung sind zu empfehlen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Oppidum, Archäologische Stätte
- Ort
- Roggwil
- Adresse
- Underi Fryburg, 4914 Roggwil BE
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
- Seehöhe
- 448 m
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