📷 Bild: Wikimedia Commons
Büraburg
Burgruine in Deutschland
Die Büraburg war eine fränkische Höhenburg auf dem Büraberg oberhalb des Ortsteils Ungedanken in Fritzlar, Schwalm-Eder-Kreis, Hessen. Sie lag am nördlichen Rand des Hessenwalds und war Teil der Ostwaldecker Randsenken. Die Anlage war ein militärischer Schutzschirm und stand im Grenzbereich zwischen Franken und Sachsen. Die Burg war bis ins 9. Jahrhundert bewohnt, bis sich der Schwerpunkt der Besiedlung nach Fritzlar verlagerte. Die Büraburg war eine der größten fränkischen Großburgen mit einem Innenraum von etwa 8 Hektar. Sie wurde um 680 errichtet und verfügte über eine dicke Mauer, Türme und drei Tore. Um 700 wurden die Mauern verstärkt, und die Burg diente als Operationsbasis für den Heiligen Bonifatius. Die Anlage war bis ins 8. Jahrhundert militärisch relevant und stand im Schutz der Bevölkerung während der Sachsenkriege. Die Kirche St. Brigida auf dem Gipfelplateau war ein zentraler Teil der Anlage und heute ein religiöses Zentrum. Auf dem Büraberg finden sich heute Reste der Befestigung, wie gemauerte Keller, Zisternen und die Toranlage. Die Kirche St. Brigida steht im Zentrum des Friedhofs und ist Ausgangspunkt für jährliche Prozessionen. Die Anlage umfasste einen befestigten Bereich von ca. 8 ha und eine unbefestigte Vorburg von etwa 4 ha. Die Ausgrabungen zeigten eine komplexe Bau- und Nutzungsgeschichte, die bis ins Frühmittelalter reicht. Die Büraburg war ein bedeutender militärischer und kirchlicher Ort, der bis ins 9. Jahrhundert genutzt wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Burgruine
- Ort
- Fritzlar
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
In der Nähe
- Büraberg2 m
- Johanniterkommende Niederwildungen1.7 km
- Eckerich (Fritzlar)2.1 km
- Fritzlar2.6 km
- Augustinerinnenkloster Fritzlar2.8 km
- Ursulinenkloster Fritzlar2.8 km
QR-Code