Reißeck-Höhenbahn

📷 Bild: Wikimedia Commons

Kärnten

Reißeck-Höhenbahn

Die Reißeck-Höhenbahn war eine schmalspurige Bergbahn in Kärnten, die am Schoberboden ihren Ausgang nahm. Ihr Hauptteil führte durch einen 2130 Meter langen Rohrstollen zum Seenplateau und endete beim Berghotel Reißeck auf 2250 Metern Höhe. Mit 3359 Metern Gesamtlänge und bis zu 68 beförderten Personen pro Zug galt sie als höchstgelegene Adhäsionsbahn Österreichs ohne Zahnstangenabschnitte. Ursprünglich als Werksbahn für den Bau der Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck errichtet, wurde sie später auch für den Fremdenverkehr genutzt. Nach Starkregen im August 2014 und einer endgültigen Einstellung im September 2014 blieb nur ein kurzer Abschnitt am Schoberboden touristisch erschlossen. Die Bahn verband das Seenplateau mit dem Berghotel und ermöglichte so einen Zugang zu hochalpinen Seen wie dem Hochalmsee und Radlsee. Die Fahrzeuge der Bahn wurden teilweise verkauft oder museal erhalten, darunter zwei Steuerwagen und ein Akkutriebwagen, der später zurückkehrte. Heute finden sich betriebsfähige Exponate im Eisenbahnmuseum Schwechat, während ein Teil der Strecke als Werksbahn für Materialtransporte genutzt wird. Die ehemalige Bergbahn bleibt damit ein Relikt der regionalen Kraftwerksgeschichte und ein Zeugnis des touristischen Aufschwungs in der Region.

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