Lahnsattel

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Lahnsattel

Der Lahnsattel ist ein 1015 Meter hoher Gebirgspass in den Steirisch-Niederösterreichischen Kalkalpen, der zur Gänze im Bundesland Niederösterreich liegt. Über ihn führt die Lahnsattelstraße B 23, die das Salzatal bei Mariazell mit dem Mürztal bei Mürzzuschlag verbindet. Östlich des Passes befindet sich die gleichnamige Ortschaft, die zur Gemeinde St. Aegyd am Neuwalde im Bezirk Lilienfeld gehört. Die Straße überwindet auf der westlichen Seite Steigungen bis zu 17 %, während die östliche Rampe maximal 11 % erreicht. Der Pass ist eine wichtige Verkehrsachse zwischen dem Fremdenverkehrsgebiet Mariazellerland und dem obersteirischen Industriegebiet der Mur-Mürz-Furche. In unmittelbarer Nähe erheben sich der Göller mit 1766 Metern und die Wildalpe mit 1523 Metern, beide Teil der Mürzsteger Alpen. Die Region ist bekannt für ihre schneereichen Winter, die historisch immer wieder zu Lawinenunglücken führten, etwa 1844 mit elf Toten oder 1878, als eine Lawine das Gasthaus Höchbauernhaus zerstörte. Die Landschaft um den Lahnsattel ist geprägt von dichten Wäldern und steilen Hängen. Wanderwege führen durch das Halltal und das Mürztal, während die Straße selbst durch ihre anspruchsvollen Steigungen und engen Kurven auffällt. Die umliegenden Gipfel bieten Aussichtspunkte auf die Kalkalpen und die angrenzenden Täler. Die Region war lange Zeit ein Jagdrevier und wurde erst ab 1783 durch Waldarbeit besiedelt.

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