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Kollegiatstift Harsefeld, später Benediktiner
ehemalige Erzabtei der Benediktiner in Harsefeld im Landkreis Stade (Niedersachsen)
Das Kloster Harsefeld war eine exemte Benediktinerabtei im Landkreis Stade, Niedersachsen. Es existierte von 1104 bis 1648 und war nach der Reformation eine der letzten katholischen Bastionen an der Niederelbe. Ursprünglich entstand es als Kollegiatstift für Weltpriester zur Sühne eines Mords, das 1007 von den Grafen von Stade gegründet wurde. Die Abtei war dem Patrozinium der Gottesmutter und des hl. Bartholomäus unterstellt und wurde im 12. Jahrhundert von Benediktinern übernommen, die eine eigene Verfassung erhielten und weitgehende Freiheiten erhielten. Die Abtei war durch ständige Konflikte mit den Bremer Erzbischöfen geprägt, die ihre Rechte immer wieder beschneiden wollten. Die Erzabtei erlangte im 14. Jahrhundert den Titel eines Erzabtes, was ihr eine bedeutende Stellung im Erzstift Bremen verschaffte. Die Erzabtei war auch ein zentraler Akteur in der Reformationszeit, blieb jedoch katholisch. Sie wurde 1648 aufgelöst, nachdem der Westfälische Frieden den Katholizismus in der Region abschaffte. Die Benediktiner blieben bis 1690 in Harsefeld, wobei die Kirche und einige Fundamente der alten Gebäude erhalten blieben. Heute sind die Reste des Klosters in einem Park und dem Harsefelder Museum sichtbar, das auf Fundamenten des Klosters steht. Die archäologischen Befunde zeigen, dass im Kloster auch Untote bestattet wurden, was auf eine besondere Bestattungspraxis hinweist. Die Abtei war ein Zentrum des Benediktinerordens und hatte eine wichtige Rolle in der Region, bis sie im 17. Jahrhundert aufgelöst wurde.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Harsefeld
- Erbaut
- 997
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