Burg Harsefeld

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Burg Harsefeld

Burg in Niedersachsen, Deutschland

Die Burg Harsefeld war eine abgegangene Burg im Ort Harsefeld, dem Flecken im Landkreis Stade in Niedersachsen. Sie wurde im Jahr 969 von Heinrich von Stade erbaut, der nach dem Tod Wichmanns des Jüngeren die Grafschaft Stade erhielt. Die Burg stand bis zum Anfang des 11. Jahrhunderts, als die Grafen ihren Sitz auf die Burg Stade verlegten und die Burg Harsefeld abrissen. Auf dem Burggelände entstand später eine Propstei, die 1001 bis 1010 gegründet wurde und 99 Jahre später in das Benediktinerkloster Harsefeld umgewandelt wurde. Die Burg Harsefeld war ein bedeutendes Zentrum der Region, das bis ins 11. Jahrhundert als Grablege der Udonen diente. Die Ausgrabungen von 1992 und 1993 zeigten, dass das Burggelände etwa einen Hektar groß war und mit einem 3,5 Meter tiefen Graben umgeben war. In der Mitte des Geländes befand sich ein befestigtes Areal von ca. 100 × 110 Meter. Die Funde umfassen ein Holzgebäude, ein Grubenhaus und ein Steinfundament aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Die Ausgrabungen ermöglichten die Rekonstruktion des Walls und die Freilegung der Klosteranlage, die heute für Veranstaltungen genutzt wird. An der Stelle des ehemaligen Burggeländes steht heute ein Amtshofgebäude aus dem Jahr 1740. Die archäologischen Funde belegen, dass die Burg Harsefeld ein bedeutendes Bauwerk der frühen Mittelalterzeit war und bis ins 11. Jahrhundert als Sitz der Grafen diente. Die Reste der Burg sind Teil der historischen Landschaft des Ortes Harsefeld.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg
Ort
Harsefeld
Erbaut
969

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