Spullersee

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Vorarlberg

Spullersee

Der Spullersee ist ein künstlich vergrößerter Hochgebirgssee in den nördlichen Kalkalpen, genauer im Lechquellengebirge zwischen Klostertal und einem Ausläufer des Lechtals. Er liegt in der Gemeinde Dalaas, Ortsteil Wald am Arlberg, und entstand durch Aufstauung zwischen 1919 und 1925 für die Energiegewinnung der Arlbergbahn. Ursprünglich entwässerte er nach Süden zum Rhein, heute wird er durch zwei Mauern nach Norden zum Lech und nach Süden zum Rhein hin gestaut. Der See ist ein beliebtes Angelgewässer, besonders bekannt für seine Forellen, wobei die Fischerei von Dezember bis Februar ruht. Er dient als Speicher für das gleichnamige Kraftwerk, das seit 1934 Bahnstrom erzeugt und etwa zwölf Prozent des ÖBB-Bedarfs in Vorarlberg deckt. Mit einer Ausbauwassermenge von sechs Kubikmetern pro Sekunde und einer Leistung von 36 Megawatt stabilisiert es das Bahnnetz, besonders bei Lastspitzen. Die Anlage wurde 2021 nach fast hundertjährigem Betrieb für 31 Millionen Euro modernisiert, wobei die oberirdischen Druckrohrleitungen durch eine unterirdische Röhre ersetzt wurden. Vor Ort bietet der See Wanderwege entlang des Ufers und Ausblicke auf das umliegende Gebirge. Die alpine Umgebung ist geprägt von steilen Hängen und dem nahen Lechquellengebirge. Eine Wetterstation in 1850 Metern Höhe misst dort kontinuierlich Schnee- und Klimadaten. Die Region liegt zudem in einem seismisch aktiven Gebiet, der Spullerseestörung, die zuletzt 2018 mit mehreren spürbaren Beben auffiel.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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