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Seewinkel
Der Seewinkel erstreckt sich östlich des Neusiedler Sees im Burgenland und umfasst heute alle österreichischen Gebiete am Ostufer. Früher bezeichnete der Begriff nur den von einer früheren Seebucht umschlossenen Bereich um Podersdorf, Apetlon und Illmitz, während die angrenzenden Regionen Heideboden und Hanság lagen. Zu den heute dazugehörenden Orten zählen unter anderem Gols, Halbturn, Frauenkirchen und Pamhagen. Die Region ist bekannt für ihre ausgedehnten Weinbauflächen und die Bewirtschaftung durch Urbarialgemeinden oder große Landgüter. Die Neusiedler Seebahn durchquert den Seewinkel in Nord-Süd-Richtung und verbindet Österreich mit dem ungarischen Eisenbahnnetz. Ehemalige Landwirtschaftsbahnen, die vor allem landwirtschaftliche Güter transportierten, sind heute nur noch als Trassenreste erkennbar. Besonders hervorzuheben sind die rund 40 Salzlacken, darunter die Lange Lacke und der Zicksee, die durch ihren hohen Salzgehalt und seltene Salzflora geprägt sind. Der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel schützt diese einzigartige Landschaft, die durch pannonisches Klima mit wenig Niederschlag, viel Wind und über 2000 Sonnenstunden pro Jahr gekennzeichnet ist. Die Region ist die westlichste Salzsteppe Eurasiens und beherbergt eine für Österreich ungewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt.
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