📷 Bild: Wikimedia Commons
Kriegsgefangenenfriedhof Frauenkirchen
Friedhof in Frauenkirchen (5943)
Der Kriegsgefangenenfriedhof in Frauenkirchen im Burgenland erinnert an über 4.500 bis 6.000 Menschen, die während des Ersten Weltkriegs hier bestattet wurden. Die meisten stammten aus Serbien, Montenegro, Russland und Italien, darunter auch viele Opfer der Typhusepidemie von 1914/15. Das Lager Boldogasszony, das zeitweise bis zu 30.000 Gefangene beherbergte, war eines der größten seiner Art in der Region. Der Friedhof entstand aus der Notwendigkeit heraus, die zahlreichen Toten des Lagers zu bestatten, das ab 1914 als Kriegsgefangenen- und Internierungslager diente. Besonders prägend war die Epidemie, die im Winter 1914/15 über 3.600 Opfer forderte. Heute zeugen eine italienische Kapelle und ein steinernes Serbenkreuz von der Geschichte des Ortes. Vor Ort prägen schlichte Gräber und die markanten Denkmäler das Bild. Die italienische Kapelle wurde von italienischen Gefangenen erbaut, während das Serbenkreuz als zentrales Symbol des Friedhofs gilt. Die Anlage wird vom „Schwarzen Kreuz“ gepflegt und bietet einen ruhigen Ort der Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkriegs.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Ort
- Frauenkirchen
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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