Klosterkaernten

Benediktinerstift St. Paul

Das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal wurde 1091 von Engelbert von Spanheim gegründet und ist das älteste heute noch besiedelte Kloster Kärntens. Die Stiftskirche, eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika von rund 56 Metern Länge, geht im Kern auf das 13. Jahrhundert zurück und prägt mit ihren Türmen die Ansicht des Orts von weitem. 1787 hob Kaiser Joseph II. das Kloster auf. Wiederbesiedelt wurde es 1809 durch Mönche aus St. Blasien im Schwarzwald, die unter Abt Berthold Rottler ihre Bibliothek und ihre Kunstsammlung mitbrachten — der Grund dafür, dass ein Landkloster im Lavanttal heute Blätter von Dürer und Gemälde von Rubens besitzt. Die Bibliothek zählt über 180.000 Bände und rund 4.000 Handschriften vom 5. bis ins 18. Jahrhundert; in der Kirche ruhen zudem die Gebeine von vierzehn frühen Habsburgern. Das Stift versteht sich als kulturelles Zentrum der Region. Zu sehen sind das Museum mit den Sammlungen, wechselnde Sonderausstellungen — 2026 unter dem Titel „Schatzhaus Kärntens" —, die Basilika sowie der Barock- und Kräutergarten mit dem Gartenhaus Belvedere. Konzerte gehören zum Jahresprogramm, Gäste können im Kloster übernachten, und an das Stift ist ein Gymnasium mit rund 700 Schülern angeschlossen. Für Kirche, Sammlungen und Garten sollte man einen halben Tag rechnen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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