Iuliacum
archäologische Stätte in Deutschland
Iuliacum war ein römischer Vicus, der heute Jülich im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen entspricht. Der Ort lag an der Straße von Köln nach Tongern und war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die römische Siedlung entstand in einer Kehre des Ellebachs, etwa 300 Meter östlich des Rurübergangs. Die Lage war strategisch günstig, da der Fluss Rur die Verbindungen zwischen den Straßen und der Hauptstraße ermöglichte. Der Name Iuliacum deutet auf eine Gründung durch eine Claudisch-Iulianische Familie im ersten Jahrhundert hin. Die Namensbestandteile beziehen sich auf den römischen Namen Iulius und das keltische Suffix *-(i)akon, was „Besitz des Julius“ bedeutet. Die Siedlung war zivil, nicht militärisch, und hatte einen gewerblichen Charakter, wie die Funde einer Jupitersäule und einer Minerva-Darstellung zeigen. In Iuliacum gab es Streifenhäuser entlang der Straße, eine Wasserleitung, eine Thermenanlage und ein Grabfeld mit Brand- und Körperbestattungen. Die Spätantike brachte Zerstörung durch Brand und eine Wehrmauer in Polygonform. Die Siedlung überlebte den Abzug der Römer und blieb bis ins Frühmittelalter bestehen. Die Befestigung wurde vermutlich nicht aus Angst vor Germaneneinfällen, sondern aus strategischen Gründen errichtet.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Jülich
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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