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Universitätssternwarte Wien
Die Universitätssternwarte Wien ist ein Observatorium am nordwestlichen Stadtrand im 18. Bezirk Währing, das auf der Anhöhe der Türkenschanze im Sternwartepark steht. Sie wird vom Institut für Astrophysik der Universität Wien betrieben und ist eines von zwei Observatorien dieser Art in der Stadt. Das zweite, das Leopold-Figl-Observatorium, befindet sich weiter draußen im Wienerwald auf dem Schöpfl. Die Sternwarte blickt auf eine lange Geschichte zurück, die 1755 mit der Gründung als Observatorium Caesareo-Regium Viennense durch Maria Theresia begann. Ursprünglich stand sie im Stadtzentrum auf dem Dach der Alten Universität, wo sie als erste Universitätssternwarte des deutschen Sprachraums galt. 1883 zog sie an den heutigen Standort um und verfügte damals über das größte Linsenfernrohr der Welt. Das Gebäude selbst ist bis heute die größte baulich geschlossene Sternwarte weltweit und diente als Längenbezugspunkt für Österreich und Ungarn. Beide Standorte der Wiener Sternwarte wurden von der Internationalen Astronomischen Union als herausragendes astronomisches Erbe ausgezeichnet. Vor Ort beeindruckt das historische Observatorium durch seine Architektur und die erhaltenen Instrumente aus vergangenen Jahrhunderten. Im Sternwartemuseum und im Institut selbst sind Teile der alten Ausrüstung zu sehen, darunter ein 16-Zentimeter-Refraktor von Fraunhofer aus dem Jahr 1825. Die Sternwarte war nicht nur ein Ort der Forschung, sondern auch der Zeitmessung: Sie regulierte einst die Turmuhren Wiens und lieferte präzise astronomische Daten für Landesvermessungen. Der Standort auf der Anhöhe bot zudem bessere Beobachtungsbedingungen als der innerstädtische Vorgängerbau.
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