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Gail
Die Gail ist ein Fluss in Kärnten und der größte rechte Nebenfluss der Drau. Sie entspringt in einem Moorgebiet am Kartitscher Sattel in Osttirol und fließt durch das Tiroler Gailtal, das Lesachtal sowie das Kärntner Gailtal. Bei Hermagor nimmt sie die Gössering auf, bei Arnoldstein die Gailitz, bevor sie südöstlich von Villach bei Maria Gail in die Drau mündet. Mit einer Länge von 122,2 Kilometern und einem Einzugsgebiet von 1.414 Quadratkilometern prägt sie die Region nachhaltig. Der Fluss ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch ökologisch bedeutend. Im Lesachtal findet sich noch ein naturnaher Abschnitt mit seltenen Arten wie der Deutschen Tamariske und verschiedenen Vogelarten. Historisch war das Gailtal von Auen und Überschwemmungen geprägt, doch durch Regulierungen ab 1875 wurde der Fluss begradigt und der Talboden entwässert. Seit den 1980er Jahren gibt es Renaturierungsmaßnahmen, die die Artenvielfalt wieder erhöhen. Besonders im Bereich der Bergstürze des Dobratsch haben sich noch Mäander erhalten, die auf ein historisches Erdbeben zurückgehen. Entlang der Gail lassen sich unterschiedliche Lebensräume entdecken. Im Oberlauf dominieren Feuchtwiesen, während im Unterlauf Reste von Auwäldern mit Grauerlen und Bruchweiden zu finden sind. Der Gailspitz an der Mündung in die Drau ist ein wichtiger Hafen für die Schifffahrt und bietet noch natürliche Flussabschnitte. Die Durchflussmenge beträgt bei Federaun durchschnittlich 44,5 Kubikmeter pro Sekunde, wobei Hochwasserereignisse wie 1966 bis zu 850 Kubikmeter pro Sekunde erreichen können.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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