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Esperantopark und Girardipark
Die beiden Parks liegen als kleine Grünflächen auf einer großen Verkehrsinsel der Friedrichstraße im ersten Wiener Bezirk, nur durch einen schmalen Gehweg getrennt. Sie sind Teil eines größeren Grünzugs um den Karlsplatz, der auf das ehemalige Glacis vor der Wiener Stadtmauer zurückgeht. Hier floss einst der Wienfluss, der 1817 reguliert und später eingewölbt wurde, wobei auch die Elisabethbrücke verschwand und die Stadtbahn entstand. Besucher finden hier zwei ungewöhnliche Denkmäler: Im Esperantopark steht eine Bronzebüste von Ludwik Lejzer Zamenhof, dem Erfinder der Plansprache Esperanto, geschaffen 1958 von Josef Müller-Weidler. Der Park erinnert an die Wiener Esperantistenbewegung, die bereits 1910 einen Kongress abhielt. Zudem führt ein Abstieg in die Wiener Kanalisation, die bei den sogenannten 3. Mann-Touren erkundet werden kann. Der Girardipark gegenüber zeigt ein Steindenkmal des Schauspielers Alexander Girardi in der Rolle des Valentin aus Raimunds Theaterstück „Der Verschwender“, gefertigt 1929 von Otto Hofner. Die Parks sind bewusst schlicht gehalten, ohne Sitzgelegenheiten, um den Lärm der umliegenden Straßen auszublenden. Stattdessen lenken ornamentale Blumenbeete den Blick auf sich. Die Umgebung mit Resselpark und Rosa-Mayreder-Park lädt zu weiteren Spaziergängen ein, während die historische Verbindung zum Wienfluss und zur Stadtbahnarchitektur im Hintergrund spürbar bleibt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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