📷 Bild: Wikimedia Commons
Synagoge Neudeggergasse
Die Synagoge Neudeggergasse war eine Vereinssynagoge im 8. Wiener Gemeindebezirk Josefstadt, die 1903 nach Plänen von Max Fleischer im gotischen Stil errichtet wurde. Sie stand in der Neudeggergasse 12 und wurde 1938 während der Novemberpogrome vollständig zerstört. Der Bau entstand auf dem Gelände des abgerissenen Hauses „Zur goldenen Sonne“ von 1777. Die Synagoge lohnt den Besuch wegen ihrer bewegten Geschichte und architektonischen Bedeutung. Sie wurde vollständig aus privaten Mitteln finanziert, darunter ein Grundstock aus dem Nachlass von Baron Moritz von Königswarter. Die Planung dauerte Jahre, da ein Rechtsstreit mit den Behörden nötig war, bis der Verwaltungsgerichtshof die Errichtung genehmigte. Max Fleischer gestaltete sie als Backsteinbau mit zwei markanten Türmen und einem großen Rosettenfenster. Vor Ort erinnert heute nur noch wenig an das Gebäude, da es 1940 abgerissen und durch eine Wohnhausanlage ersetzt wurde. Der Verein „Betrifft Neudeggergasse“ setzt sich seit 1996 für die Aufarbeitung der Geschichte ein und organisierte Projekte wie „Verlorene Nachbarschaft“, das emigrierte Bewohner mit heutigen Anwohnern verband.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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