📷 Bild: Wikimedia Commons
Preußengrab Ichtershausen
Denkmal in Amt Wachsenburg, Ilm-Kreis, Thüringen
Das Preußengrab bei Ichtershausen liegt am Ostrand des Ortes, jenseits des Flusses Gera. Es handelt sich um eine Kriegsgräberstätte mit einem Gemeinschaftsgrab für 700 preußische Soldaten, die während der Befreiungskriege 1813/14 im Reservelazarett in Ichtershausen verstorben sind. Das Lazarett wurde im November 1813 eingerichtet und war bis Februar 1814 in Betrieb. Die Soldaten erkrankten an Infektionskrankheiten wie Fleckfieber und Ruhr, wodurch die Gemeinde mit 152 Toten ein Viertel ihrer Bevölkerung verlor. Die Errichtung des Denkmals begann kurz nach dem Kriegsende. Die Gemeinde Ichtershausen ließ 1819 ein Kriegerdenkmal aus Seeberger Sandstein mit Inschrifttafel errichten. Es wurde 1849 restauriert und 1863 mit Eichen bepflanzt. 1895 stiftete ein Einwohner ein Eisernes Kreuz, das auf einer Kanonenkugel ruhte. 1913 fand an dem Denkmal eine große Feier statt, die von der Gemeinde organisiert wurde. In der DDR geriet das Grab in Vergessenheit, bis 2002 ein erneuertes Ehrenmal übergeben wurde. Das Denkmal steht in einem kleinen Hain nordöstlich von Ichtershausen. Es ist über die Gera-Brücke oder vom Friedhof erreichbar. Die Anlage wird von Sandsteinquadern umgeben, auf denen eine Inschrift aus dem Jahr 1819 steht. Es gibt keine Hinweisschilder oder Wegbezeichnungen. Die Gemeinde plant, die Stätte besser zu kennzeichnen, um sie für Besucher zugänglicher zu machen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Monument
- Ort
- Amt Wachsenburg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Thüringen
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