📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Marienburg
barocke Schlossanlage in der Gemeinde Amt Wachsenburg im thüringischen Ilm-Kreis
Das Schloss Marienburg, auch Neues Schloss genannt, ist eine barocke Schlossanlage im Ortsteil Ichtershausen der Gemeinde Amt Wachsenburg im thüringischen Ilm-Kreis. Es wurde im 17. Jahrhundert als Amtsschloss errichtet und steht auf dem ehemaligen Klosterareal. Die Anlage umfasst eine Dreiflügelanlage mit kurzen Stummelflügeln und wurde durch einen Kanal aus der Gera ergänzt. Die Sakristei der Klosterkirche wurde zur Gruft umgebaut, wo drei Kinder Herzog Bernhards beigesetzt wurden. Das Schloss war bis 2014 als Jugendstrafanstalt in Betrieb, wodurch große Teile der Ausstattung und Gartenanlagen zerstört wurden. Die drei Flügel wurden aufgestockt, was die ursprüngliche Proportion des Barockbaues veränderte. Die Bauruine wurde 1710–1715 durch Friedrich II. zu einem Lustschloss umgebaut. Die Arbeiten führte Johann Erhard Straßburger, wobei das geplante dritte Geschoss und die Schweif- und Rollwerkgiebel nicht realisiert wurden. Die Anlage umfasst eine Fläche von drei Hektar und soll in Zukunft zu einem integrativen Wohn- und Lebensprojekt umgestaltet werden. Die denkmalgeschützte Bausubstanz bleibt dabei erhalten. Die Anlage ist von der Landschaft umgeben und bietet Ausblicke auf den Park und die umliegenden Wälder. Die historischen Räume und Wege sind Teil der ursprünglichen Struktur.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Amt Wachsenburg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Thüringen
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