📷 Bild: Wikimedia Commons
Dachsteinmassiv
Das Dachsteingebirge, auch Dachsteinmassiv genannt, ist ein Teil der Nördlichen Ostalpen und erstreckt sich über drei Bundesländer: Oberösterreich, Salzburg und die Steiermark. Es liegt in Oberösterreich zentral zwischen dem Hallstätter See und dem Ausseerland. Das Gebirge besteht hauptsächlich aus verkarstetem Dachsteinkalk und ist geologisch den Nördlichen Kalkalpen zugeordnet. Mit dem Hohen Dachstein (2996 m) beherbergt es den höchsten Berg Oberösterreichs und der Steiermark sowie die größte Gletschergruppe der Nördlichen Kalkalpen. Besonders reizvoll ist das Gebiet durch seine unterirdischen Entwässerungssysteme und die zahlreichen Höhlen, darunter die Hirlatzhöhle, eine der längsten Österreichs mit über 112 Kilometern. Die stark gegliederte Höhenzonierung bietet Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Das UNESCO-Welterbe Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut umfasst den Großteil des Massivs und verbindet geologische Besonderheiten mit historischer Salzbergbau-Tradition. Vor Ort erwartet Besucher ein dichtes Wegenetz und mehrere Schutzhütten, die Wanderungen und Bergtouren ermöglichen. Die Südwandbahn in Ramsau führt direkt auf das Dachsteinplateau, während die Krippenstein-Seilbahn von Obertraun aus das Plateau erschließt. Das Plateau selbst ist eine alpine Karstlandschaft mit markanten Gipfeln wie dem Torstein und dem Mitterspitz. Steile Felsabstürze und Gletscher wie der Hallstätter Gletscher prägen das Bild, während nach Osten hin das Gelände allmählich in das Kemetgebirge übergeht.
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