📷 Bild: Wikimedia Commons
Schöppenstedter Turm
Wehrturm der Befestigungsanlagen der Stadt Braunschweig
Der Schöppenstedter Turm war ein Wehrturm der Braunschweiger Landwehr, einer mittelalterlichen Befestigung der Stadt Braunschweig. Er stand an der östlichen Stadtgrenze, an der heutigen Helmstedter Straße, etwa fünf Kilometer östlich der Stadt, an der Grenze zu Mittelriede und Wabe. Der Turm lag auf dem Gebiet der Gemeinde Cremlingen und war Teil der Verteidigungsanlagen der Stadt. Der Turm war Teil der Landwehr, die im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Er diente als Wachposten auf dem Handelsweg nach Schöppenstedt und Königslutter. Im 19. Jahrhundert wurde die Zuckerfabrik der Braunschweigischen Maschinenbauanstalt AG dort gebaut, die bis 1939 betrieben wurde. Während des Zweiten Weltkriegs war der Turm Teil des Fluchtwegs für Wehrmachtsverbände. 2024 zerstörte ein Großbrand große Teile der historischen Industriegebäude. Heute ist der Schöppenstedter Turm ein Ortsteil und Gewerbegebiet im Stadtbezirk Südstadt-Rautheim-Mascherode. Das ehemalige Biergartenhaus liegt im Bereich der Gemeinde Cremlingen. Die Umgebung umfasst die Auen von Mittelriede und Wabe, die im 19. Jahrhundert durch die Zuckerfabrik stark verunreinigt wurden. Die Region ist auch literarisch bekannt durch Wilhelm Raabes Erzählung Pfisters Mühle.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm, Wohn- und Geschäftshaus
- Ort
- Cremlingen
- Adresse
- Schöppenstedter Turm 1
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Niedersachsen
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