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Thingstätte Braunschweig

Freilichtbühne in Braunschweig, erbaut im Zuge der nationalsozialistischen Thingstätten-Bewegung

Die Thingstätte Braunschweig liegt auf dem Nußberg und wurde von 1934 bis 1935 als Teil der nationalsozialistischen Thingbewegung gebaut. Sie war ursprünglich als Freilichtbühne konzipiert und wurde offiziell als „Weihestätte“ bezeichnet. Die Anlage war mit einer Bühne, Tribünen und einer Treppe durch die Zuschauerreihen ausgestattet, um Massenszenen und Aufmärsche zu ermöglichen. Sie war Teil eines größeren Planungsensemble, das auch das SA-Feld und andere NS-Bauwerke umfasste. Die Thingstätte wurde 1935 eingeweiht und war für NS-politische Veranstaltungen sowie für wenige kulturelle Aufführungen genutzt. Sie war zentral für die Braunschweiger Festspiele, die 1937 und 1938 stattfanden und große Besucherzahlen erreichten. Die Anlage wurde auch für eine Gedenkfeier vor der Kristallnacht genutzt. Die Baukosten beliefen sich auf 39.000 Reichsmark, wobei die Stadt Braunschweig eine beträchtliche Summe zur Finanzierung beitrug. Heute ist die Thingstätte verfallen und überwuchert. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg noch als Notunterkunft genutzt, ist aber seitdem kaum noch erkennbar. Die Anlage steht im Zentrum der Stadt und ist Teil der Landschaft des Nußberges. Umgeben von historischen Bauwerken wie dem SA-Feld und der Rednerkanzel, bleibt sie ein Zeugnis der nationalsozialistischen Architektur.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Ruine, Thingstätte
Ort
Braunschweig

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