📷 Bild: Wikimedia Commons
Donaukanal
Der Donaukanal ist ein etwa 17 Kilometer langer Seitenarm der Donau, der mitten durch Wien fließt. Er zweigt nahe der Nußdorfer Wehr- und Schleusenanlage vom Hauptstrom ab und mündet bei Albern wieder in ihn. Der Kanal trennt die ehemalige Flussinsel zwischen den Bezirken Leopoldstadt und Brigittenau vom Stadtzentrum und verläuft entlang der Grenzen mehrerer Wiener Bezirke. Früher war der Donaukanal der Hauptarm der Donau, doch durch Hochwasser und Verlagerungen des Stroms entstand sein heutiger Verlauf. Im 17. Jahrhundert erhielt er seinen Namen, nachdem der Hauptstrom weiter östlich floss. Die Regulierung im 19. Jahrhundert prägte sein heutiges Bild, darunter das Einlaufbauwerk bei Nußdorf und die Mündung bei Albern. Jahrhundertelang diente er als wichtige Verkehrsader für Schiffe, doch heute ist vor allem die Personenschifffahrt mit Rundfahrten und Verbindungen nach Bratislava von Bedeutung. Entlang des Kanals führen U-Bahn-Linien, Brücken und Promenaden. Die U4 folgt seinem Lauf, während Fußgänger unter dem Flussbett der U2-Station Schottenring hindurchgehen können. Brücken wie die Schemerlbrücke oder die Winterhafenbrücke verbinden die Ufer, doch einige Bauwerke wie die Stelzenautobahn beeinträchtigen das städtebauliche Bild. Seit den 2020er-Jahren wird der Donaukanal wieder als Badegewässer genutzt, unterstützt durch einen Schwimmverein und regelmäßige Treffen. Die Wasserqualität entspricht der Donau, doch nach Starkregen sollte einige Tage auf das Baden verzichtet werden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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