📷 Bild: Wikimedia Commons
Deserteurdenkmal (Ulm)
Denkmal für erschossene Deserteure im Zweiten Weltkrieg in Ulm
Das Deserteurdenkmal in Ulm steht im Lehrer Tal, nahe der ehemaligen Schießstände und dem Botanischen Garten. Es wurde 2005 von der Bildhauerin Hannah Stütz-Mentzel geschaffen und besteht aus einer Reihe von Stelen, die im Domino-Effekt umgeworfen werden. Ein kleiner „Stein des Anstoßes“ löst die Kette aus. Das Denkmal wird durch eine dreiteilige Gedenktafel mit Namen von sechs Opfern ergänzt. Das Denkmal erinnert an sechs Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Die Stolpersteine für diese Männer wurden 2015 vor dem ehemaligen Garnisons-Arresthaus in der Frauenstraße verlegt. Die Plastik symbolisiert die Folgen von Desertion und die Verfolgung von Wehrkraftzetzern im Nationalsozialismus. Vor Ort erwartet man eine Metallplatte mit einem Zitat von Kurt Tucholsky sowie drei Informationsstelen, die die Geschichte des Denkmals erläutern. Die Lage des Denkmals im Parkbereich des Botanischen Gartens bietet einen ruhigen Ausblick auf die Umgebung. Die Gedenktafel und die Stolpersteine tragen zur Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz bei.
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- Art
- Monument
- Ort
- Ulm
- Erbaut
- 2012
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