📷 Bild: Wikimedia Commons
Reinerkogel
Der Reinerkogel ist ein 500 Meter hoher Hügel im Grazer Bergland, der sich in der steirischen Landeshauptstadt Graz befindet. Er liegt nördlich des Stadtzentrums am linken Murufer und bildet die Grenze zwischen den Stadtbezirken Andritz und Geidorf. Mit knapp 150 Metern überragt er das nahe Murtal und ist Teil eines Hügellandes, zu dem auch Lineckberg und Platte gehören. Der Hügel war einst ein beliebtes Naherholungsgebiet, besonders durch die 1957 abgerissene Reinerkogelwarte, einen Aussichtsturm mit Gastwirtschaft. Die Jakobsleiter, eine markante Beton- und Steintreppe am Westhang, führt seit 1924 hinauf und ist bis heute ein zentraler Zugang. Reste einer frühmittelalterlichen Fliehburg und historische Weinbauzeugnisse belegen die lange Besiedlung. Die Vegetation besteht aus naturnahem Laubwald mit Buchen, Eichen und Kastanien, während seltene Pilzarten und Pflanzen wie das Efeublättrige Alpenveilchen hier vorkommen. Vor Ort lädt ein dichtes Wegenetz zu Spaziergängen ein, darunter der Grabenhofenweg, der ein Tälchen südlich des Berges durchquert. Am Südfuß liegt das Karmelitenkloster Maria Schnee, am Nordhang die Wallfahrtskirche St. Ulrich. Der Reinerkogel gehört zum Landschaftsschutzgebiet Nördliches und östliches Hügelland von Graz und bietet trotz seiner Stadtnähe ruhige Waldbereiche und historische Spuren.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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