Nienbrügge
Burg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Die Burg Nienbrügge lag am Nordufer der Lippe, nördlich des heutigen Hafens von Hamm. Die Stadt befand sich südlich der Lippe, in der Nähe des Hafenamtes und der Hauptwache der Feuerwehr. Beide wurden durch eine Holzbrücke und eine Steinbrücke verbunden, die ab 1202 als Zollbrücke diente. Der mutmaßliche Burgstandort ist heute als Flur Borgstätte bekannt, wobei historische Belege bis ins 16. Jahrhundert reichen. Die Burg war Teil eines klevischen Lehnsguts, das bis 1823 in der Familie Vorster verblieb. Die Burg Nienbrügge war auf einem erhöhten Nordufer der Lippe angelegt und hatte eine wehrhafte Anlage aus Grünsandstein. Sie war über eine große steinerne Brücke mit der Stadt verbunden, die den Handel zwischen Nord und Süd förderte. Die Stadt war quadratisch geplant, mit einer Durchgangsstraße, die die wichtigsten Gebäude trennte. Die Burg wurde auch „Die Burg an der neuen Brücke“ genannt, was auf den Standort an der Nienbrügge zurückging. Die Burg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von Graf Arnold von Altena errichtet, nachdem er seine Stammburg Altena verloren hatte. Sie war Teil der Grafschaft Hövel und stand im Zuge der Altenaischen Erbteilung 1180 zwischen seinen Brüdern Arnold und Friedrich. Die Burg war auch ein Brückenkopf über die Lippe und spielte eine Rolle bei der Verbindung der nördlichen Ländereien mit den altenaischen Besitzungen. Sie blieb bis in die späten 12. Jahrhundert in der Familie Altena und wurde später Teil der Grafschaft Mark.
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- Art
- Burg, Wüstung
- Ort
- Hamm
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