Franziskanerkloster Hamm

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Franziskanerkloster Hamm

Kirchengebäude in Hamm

Das Franziskanerkloster Hamm wurde 1455 von Graf Gerhard von der Mark gegründet und nutzte die der heiligen Agnes geweihte Burgkapelle der Stadtburg. Die Klostergebäude entstanden später, wobei die Kapelle 1515 zur Klosterkirche geweiht wurde. Das Kloster war Teil der Franziskaner-Observanten und stand im Zentrum der Reformbewegung in Westfalen. Es war neben Münster die zweite Neugründung in der kölnischen Ordensprovinz und diente als Stützpunkt für weitere Klöster. Das Kloster spielte eine zentrale Rolle in der katholischen Gemeinde Hamm, die nach der Reformation stark dezimiert wurde. Die Franziskaner blieben dem alten Glauben treu und übernahmen die Seelsorge für die Katholiken in der protestantisch gewordenen Grafschaft Mark. Sie betreuten 28 Orte und unterhielten ein Armenhaus. Die Klosterkirche St. Agnes wurde 1666 zur Pfarrkirche anerkannt und blieb bis zur Säkularisation im 19. Jahrhundert ein bedeutender katholischer Raum. Im Klosterhof sind die Grabzellen der Ordensmitglieder in den Sockeln der Flügel angeordnet. Das Klosterquadrum, gebaut 1708/09, verband die bis dahin getrennten Gebäude und war der Ort der Bestattungen. Die Anhebung des Erdbodens im Bereich des Klosterquadrums diente dem Hochwasserschutz. Die Kirche wurde durch Umbauarbeiten und den Bau von Nebengebäuden im 17. Jahrhundert erweitert und gestaltet. Die historischen Bauten und die Lage im Zentrum von Hamm prägen das Klostergelände.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Hamm

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