Stadtburg Hamm
Burg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Die Stadtburg Hamm war eine Burganlage im nordöstlichen Bereich der Altstadt von Hamm. Sie grenzte im Norden an die Stadtmauer an und wurde im Verlaufe des 13. Jahrhunderts in die Stadtbefestigung einbezogen. Die Burg diente als Sitz der Grafen von der Mark, als Renteihof und Gerichtssitz sowie als Kommandantur der Garnison. Die Grundmauern wurden 2006 bei Baumaßnahmen des Seniorenzentrums An St. Agnes entdeckt und sind heute über Kennzeichnungen im Straßenbelag zugänglich. Die Burg war ein strategisch günstig gelegenes Zentrum, das Hamm auf einer Inselposition zwischen den Flüssen Lippe und Ahse platzierte. Sie war mit Doppelwällen und Palisaden abgesichert und hatte eine Kapelle, die 1296 erbaut und 1455 als Klosterkapelle an das Franziskanerkloster vergeben wurde. Die Burg verlor nach dem Tod von Graf Gerhard von der Mark 1461 ihre Funktion als Residenz und wurde als Renteihof genutzt. Später wurde sie als „Generalshof“ bekannt, nachdem sie 1780 an General Karl Friedrich von Wolffersdorff verkauft wurde. Die Burg war im eigentlichen Sinne mit Hof, Nebengebäuden und Kapelle recht geräumig, doch die Wohnfläche war für ein Einfamilienhaus zu klein. Sie war als Verteidigungsanlage konzipiert, mit Wehrgängen und Schutzmauern. Der heutige Seniorenwohnheim An St. Agnes steht mit seiner nordöstlichen Ecke auf dem Keller der Burg, der bis 1927 vollständig erhalten war. Die Mauern des Kellers sind aus Bruchsteinen und zeigen eine 90 Zentimeter dicke Außenwand. Die Burg stand mit ihrer Breite in der Flucht der Stadtmauer und war vermutlich nur für kurze Zeit als Wohnsitz genutzt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Hamm
In der Nähe
- Franziskanerkloster Hamm146 m
- Hamm466 m
- Zisterzienserinnenkloster Kentrop, Hamm945 m
- Ahse1.2 km
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