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Wamboltsches Schlösschen

archäologische Stätte in Deutschland

Das Wamboltsche Schlösschen liegt im vorderen Odenwald, zwischen Heubach und Breuberg-Sandbach, im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen. Es befindet sich auf einem Höhenrücken mit einer Höhe von etwa 330 m ü. NN, nordwestlich der Burg Breuberg. Die Anlage liegt nahe der Gemeindegrenze zwischen Breuberg und Groß-Umstadt und ist heute von Wald umgeben. Die Alte Frankfurter Straße verläuft in nord-südlicher Richtung durch die Siedlungsstelle, eine Straße, die vermutlich schon in römischer Zeit bestand. Die Ausgrabungen begannen 1878 durch den Historischen Verein für das Großherzogtum Hessen und wurden später von der Archäologischen und volkskundlichen Arbeitsgemeinschaft Dieburg e. V. (AVA) fortgeführt. Dabei wurden Mauerzüge freigelegt und Schautafeln aufgestellt. Die Anlage umfasst drei Gebäude, von denen zwei als Schutthügel im Waldboden erkennbar sind. Die Funde zeigen, dass die Siedlung vermutlich im 2. Jahrhundert n. Chr. aufgelöst wurde, möglicherweise durch den Limesfall. Die Anlage wird als römische Siedlungsstelle interpretiert, möglicherweise als Straßenstation, Heiligtum oder Gutshof. Sie war aufgrund der Topographie stark auf Weidewirtschaft ausgerichtet. Die heute sichtbaren Mauerzüge und Fundamente deuten auf eine römische Besiedlung hin, die sich in der Region bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. erstreckte. Die Ausgrabungen haben die römische Geschichte des Odenwalds weiter dokumentiert.

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Art
Archäologische Stätte
Ort
Hessen
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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