Drachenschlucht
Die Drachenschlucht südlich von Eisenach ist eine schmale Klamm im Thüringer Wald, rund drei Kilometer lang und an ihrer engsten Stelle nur 68 Zentimeter breit — dort geht man im Wortsinn zwischen den Felswänden hindurch. Der Weg verbindet den südlichen Stadtrand von Eisenach mit der Hohen Sonne, einem Forstort am Rennsteig. Der Name ist jünger als die Schlucht selbst. Bis 1832 hieß der Einschnitt schlicht Steingraben, dann wurde er nach dem heiligen Georg benannt, dem Drachentöter und Stadtpatron Eisenachs; eine örtliche Sage siedelt in der feuchten Enge einen Lindwurm an. Geologisch gilt der Einschnitt als bedeutend genug, dass er 1977 als geologisches Naturdenkmal unter Schutz gestellt wurde. Seit 2015 gehört er zum erweiterten Naturschutzgebiet „Wälder mit Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne“. Vor Ort erwartet die Besucher ein kühles, dauerhaft feuchtes Kleinklima, in dem besondere Moose und Farne wachsen und in dem Salamander und Kleinkrebse leben. Die Schlucht hat zwei Hauptzugänge, im Süden an der Hohen Sonne, im Norden beim Waldhaus Sängerwiese; unterwegs wechseln enge Passagen mit Wasserfällen und Auswaschungen im Fels. Für Unwetter und andere Notfälle sind Ausstiege angelegt. Auf dem oft nassen Untergrund ist festes Schuhwerk angebracht.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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