📷 Bild: Wikimedia Commons
For Forest
Kunstprojekt des Installationskünstlers Klaus Littmann
Auf dem Rasen des Wörthersee Stadions in Klagenfurt stand 2019 für wenige Wochen ein ungewöhnliches Kunstwerk: 299 rund 14 Meter hohe Bäume verschiedener Arten füllten das Spielfeld und verwandelten den Sportplatz in einen Wald. Die temporäre Installation des Künstlers Klaus Littmann war als Hommage an Max Peintners Zeichnung „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ gedacht und sollte die Beziehung zwischen Mensch und Natur hinterfragen. Mit fast 200.000 Besuchern und internationaler Medienresonanz wurde das Projekt zu einem der meistbeachteten seiner Art. Die Idee ging über bloße Ästhetik hinaus und verstand sich als Mahnmal für den Klimawandel. Littmanns Ziel war es, die Selbstverständlichkeit natürlicher Landschaften infrage zu stellen, die eines Tages möglicherweise nur noch in künstlichen Räumen wie Zoos erlebbar sein könnten. Begleitet wurde die Installation von über 150 Veranstaltungen, darunter Ausstellungen im Museum Moderner Kunst Kärnten und Filmreihen in Klagenfurter Kinos, die sich mit ökologischen Themen beschäftigten. Vor Ort bot sich den Besuchern ein ungewöhnlicher Anblick: Ein dichter Wald auf dem Stadionboden, durch den Wege führten und der von der Tribüne aus betrachtet werden konnte. Die Bäume stammten aus Baumschulen in Italien, Belgien und Deutschland, da österreichische Quellen nicht ausreichend liefern konnten. Nach dem Abbau verblieben die Bäume zunächst in einer Gärtnerei in Tulln, wo sie überwinterten, bevor sie Teil eines geplanten „FOR FOREST Campus“ werden sollten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kunstprojekt
- Ort
- Klagenfurt am Wörthersee
- Erbaut
- 2019
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