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Weltausstellung 1873
Die Weltausstellung 1873 war die erste ihrer Art im deutschsprachigen Raum und fand vom 1. Mai bis 2. November in Wien statt. Sie diente dazu, das wiedergewonnene Selbstbewusstsein Österreichs nach den verlorenen Kriegen gegen Piemont/Frankreich und Preußen zu demonstrieren. Liberale Politiker unter Bürgermeister Cajetan Felder sowie Vertreter von Wirtschaft und Landwirtschaft unterstützten das Projekt, das als Plattform für Kultur und Volkswirtschaft gedacht war. Die Planung begann bereits 1857 mit Forderungen nach einer Industrieausstellung zur Förderung von Handel und Wirtschaft. Nach politischen Wirren und der Pariser Weltausstellung 1867 trieb der Industrielle Franz von Wertheim die Idee voran, indem er 1869 eine Kommission einsetzte. Kaiser Franz Joseph I. erteilte 1870 die offizielle Genehmigung, und Erzherzog Rainer übernahm die Präsidentschaft. Generaldirektor Wilhelm von Schwarz-Senborn erhielt uneingeschränkte Vollmachten und eröffnete 1871 ein Büro in der Praterstraße, von wo aus die Organisation gesteuert wurde. Das Ausstellungsgelände erstreckte sich über 233 Hektar im Wiener Prater, einem ehemaligen Jagdrevier, das Kaiser Josef II. 1766 der Öffentlichkeit geschenkt hatte. Die Fläche war fünfmal größer als das Pariser Champ de Mars. Die Architektur unter Carl von Hasenauer vereinte historistische Stile mit Stahl-Eisen-Konstruktionen, wobei die Rotunde als Wahrzeichen entstand. Neben internationalen Pavillons wie dem Industriepalast und landestypischen Häusern prägten Grünanlagen, Wasserspiele und tausende Gasflammen das Gelände.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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