📷 Bild: Wikimedia Commons
Stammlager III A
Stammlager für Kriegsgefangene der Wehrmacht im brandenburgischen Luckenwald
Das Stammlager III A (Stalag III A) war ein Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht in Luckenwalde, Brandenburg. Es wurde vom Wehrkreis III verwaltet und diente als Zentralstelle zur Aufnahme und Verteilung von Gefangenen auf Arbeitskommandos. Die ersten Insassen kamen 1939 als polnische Kriegsgefangene an, gefolgt von Niederländern, Belgiern und später bis zu 40.000 Franzosen, die bis 1945 blieben. Das Lager war für die Erfassung und Versorgung der Gefangenen zuständig. Es gab bis zu 1000 Arbeitskommandos, wobei im Lager selbst nur 4000 bis 8000 Insassen untergebracht waren. Sowjetische Gefangene wurden schlechter behandelt und stellten einen Großteil der Todesfälle dar. Die Rote Armee befreite das Lager am 22. April 1945. Im Lager gab es eine strukturierte Organisation mit sechs Abteilungen, darunter Kommandantur, Sanitätswesen und Postüberwachung. Die Bewachung erfolgte durch Landesschützenbataillone und Hilfswachmänner. Unterschiedliche Überwachungsschlüssel galten für verschiedene Gruppen, wobei sowjetische Gefangene stärker überwacht wurden. Nach Kriegsende wurde das Gelände zuerst von der Sowjetischen Streitkräfte genutzt und später in einen Biotechnologiepark umgewandelt. Der Friedhof und das Heimatmuseum beherbergen Gedenkstätten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Stammlager
- Ort
- Luckenwalde
- Denkmalstatus
- Baudenkmal
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