Heidenschanze bei Sievern
Burg in Niedersachsen, Deutschland
Die Heidenschanze bei Sievern ist eine Ringwallanlage im Landkreis Cuxhaven, die um 50 v. Chr. entstand und bis ins späte 1. Jahrhundert n. Chr. genutzt wurde. Sie liegt auf einem Sandrücken, der von Aueniederungen und Mooren begrenzt ist. Die Anlage war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem eine Handelsstraße und die Sieverner Aue, noch schiffbar durch Gezeitenwechsel, aufeinandertrafen. In der Nähe befindet sich die Megalithanlage Bülzenbett. Die Heidenschanze war eine der bedeutendsten Befestigungen der römischen Kaiserzeit in Nordwestdeutschland. Sie umfasste zwei konzentrische Ringwälle, wobei der äußere Wall eine Fläche von 10 Hektar sicherte. Die Anlage besaß zwei Kammertore, die den Zugang zum Zentrum regelten. Die Wälle wurden in mehreren Bauabschnitten errichtet, wobei Sandwälle, Palisaden und Bohlen zur Stabilisierung dienten. Die Grabungen von 1906 und 1958 sowie die 1999–2001 durchgeführten Ausgrabungen ergänzten und klärten den Aufbau der Anlage. Vor Ort erwartet man eine gut erhaltene Wallanlage, die sich über eine Fläche von 10 Hektar erstreckt. Die Wälle sind teilweise noch im Gelände erkennbar, und die Kammertore sind als Fundamente dokumentiert. Die Anlage liegt in der Nähe der Megalithanlage Bülzenbett und des Grapenberges. Die Umgebung ist geprägt von Mooren, Auen und Sandrücken, die die Lage der Heidenschanze beeinflussten. Die Ausgrabungen zeigten, dass die Anlage im 1. Jahrhundert n. Chr. vermutlich ausgebaut und verstärkt wurde.
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- Art
- Burg
- Ort
- Geestland
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