📷 Bild: Wikimedia Commons
Feddersen Wierde
war ein frühgeschichtliches Wurtendorf im Landkreis Cuxhaven
Feddersen Wierde war ein frühgeschichtliches Wurtendorf in der Seemarsch des Landes Wursten, heute im Landkreis Cuxhaven. Es lag zwischen Wremen und Mulsum nahe der Wesermündung und wurde von Altsachsen im 1. Jahrhundert v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert bewohnt. Die Siedlung war Teil einer Reihe von Wurten im Elbe-Weser-Dreieck, darunter Alsum, Barward und Dingen. Die Ausgrabungen zwischen 1954 und 1963 ergaben wichtige Erkenntnisse über vorgeschichtliche Siedlungen in Norddeutschland. Die Siedlung erreichte ihre größte Ausdehnung im 3. Jahrhundert mit 26 Wohnstallhäusern und etwa 300 Bewohnern. Die Bewohner nutzten eine Fläche von rund 4 ha, wobei etwa 300 ha Land als Weideland genutzt wurden. Die Siedlung war durch eine umfassende Wurtenbauweise geschützt, die vor Sturmfluten und Meeresüberflutungen schützte. Die Häuser waren aus Eichenpfosten und lehmverputztem Flechtwerk gebaut und standen halbkreisförmig um einen freien Platz. Die Siedlung war ein Zentrum der landwirtschaftlichen und handwerklichen Produktion. Die Bewohner züchteten Großvieh und nutzten die Produkte für Nahrung, Leder und andere Rohstoffe. Die Wirtschaftsweise war stark auf die Landwirtschaft ausgerichtet, wobei Jagd und Fischfang nur geringe Bedeutung hatten. Die Siedlung wurde im 5. Jahrhundert aufgegeben, vermutlich aufgrund der Auswanderung der Bewohner nach England. Die Ausgrabungen ermöglichten detaillierte Erkenntnisse über die Siedlungsform, den Hausbau und die sozialen Strukturen der Altsachsen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Niedersachsen
In der Nähe
- Fallward1.7 km
- Altsächsische Gräberfelder an der Fallward2.4 km
- Deichmuseum Land Wursten3.0 km
- Kurioses Muschel-Museum Wremen e. V.3.0 km
- Museum für Wattfischerei3.3 km
- Kleiner Preuße4.1 km
QR-Code