Odenburg
Burganlage in der Gemarkung Colbitz
Die Odenburg ist eine abgegangene Niederungsburg aus dem Frühmittelalter, die sich in der Gemarkung Colbitz im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt befindet. Sie entstand vermutlich während der Sachsenkriege Karls des Großen und diente als Schutzburg gegen Einfälle von Sachsen oder Slawen. Die Anlage war eine Turmhügelburg, die in einem Moor errichtet wurde und durch einen kreisförmigen Wassergraben sowie Palisaden geschützt war. Bis in die 1930er Jahre bestand an der Burgstelle ein Moor, das durch den Bau des Colbitzer Wasserwerks trockenfiel. Die Odenburg hat eine besondere kulturelle Bedeutung, da sie Teil einer Sage ist, die vom Burggrafen erzählt. Laut der Sage lebte ein Graf in der Burg, der bei der Zerstörung seiner Burg dem Heeres-Astrologen der Feinde das Gemächt abtrennte und dadurch verflucht wurde. Der Graf soll unsterblich bleiben, bis die Odenburg neu gebaut wird. Seine Gefährten, ein Mönch, ein altes Landsknecht und ein Spielmann, leben als Räuberhauptmann in den Wäldern und überfallen Handelsleute und Steuereintreiber. Sie werben neue Gefolgsleute an, die sich dem Treueschwur unterwerfen müssen. Die Odenburg selbst ist heute nur als künstlich aufgeschütteter Burghügel erhalten. Um die Burgstelle herum liegen Flurstücke wie die „Arneburg“, die vermutlich aus dem ursprünglichen Namen abgeleitet sind. In der Umgebung finden sich weitere Reste von Turmhügelburgen in Dolle, Rogätz und Meseberg. Die Sage um den Burggrafen und seine Gefährten vermittelt einen Einblick in die kulturelle und historische Bedeutung der Stätte.
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- Art
- Burg
- Ort
- Colbitz
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