📷 Bild: Wikimedia Commons
Franziskanerkirche und Kloster St. Michael
Die Franziskanerkirche und das Kloster St. Michael bilden ein denkmalgeschütztes Ensemble in Eisenstadt, der Hauptstadt des Burgenlands. Die Anlage entstand ab 1625 nach der Zerstörung eines ersten Klosters durch die Türken im Jahr 1529. Die Brüder betreuten später die von Fürst Paul I. Esterházy gestiftete Grablege der Familie und nutzen heute Teile des Klosters als Museum. Die Kirche selbst wurde 1630 geweiht und zeigt frühbarocke Altäre italienischer Künstler, die einst nur für den Adel arbeiteten. Die Kirche überrascht mit einer reichen Ausstattung aus der Zeit um 1630. Der frühbarocke Hochaltar stellt den Heiligen Michael dar, flankiert von zwei Seitenaltären in Stucktechnik. Unter dem Bau liegen mehrere Grüfte, darunter die fürstliche Esterházy-Gruft, die 1687 bis 1690 umgestaltet und 1856 bis 1857 neogotisch erweitert wurde. Im Inneren fallen die Oratorien der Esterházys, die Rokoko-Kanzel und eine historische Orgel von 1760 auf. Ein Kreuzgang verbindet die Räume mit der Gruft, die nur über diesen Zugang betreten werden kann. Vor Ort führt der Weg durch den Kreuzgang zur Esterházy-Gruft, einer neogotischen Pfeilerhalle mit Krypta. Dort steht der Sarkophag von Fürst Nikolaus II., umgeben von Marmorplastiken und einem Kruzifix. Die Treppe zur Gruft wird von Statuen flankiert, die vermutlich Paul II. und seine Gemahlin darstellen. Die Wände zeigen Maßwerkfenster und vergoldete Inschriften, während der Raum selbst von der Stille der fürstlichen Grabstätte geprägt ist.
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