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Geiseltal

Tal in Sachsen-Anhalt, Deutschland

Das Geiseltal liegt im Landkreis Saalekreis in Sachsen-Anhalt und ist westlich von Merseburg gelegen. Es wird von der Geisel, einem Nebenfluss der Saale, begrenzt und umfasst die Hauptorte Braunsbedra und Mücheln. Die Landschaft ist geologisch von Sedimenten aus verschiedenen geologischen Epochen geprägt, darunter Rotliegende, Zechstein und Buntsandstein. Es ist ein Senkungsgebiet, das durch tektonische Bewegungen und Verwitterung entstanden ist. Das Geiseltal ist ein bedeutendes Gebiet für die geologische Forschung, insbesondere durch die Entdeckung von Sedimenten aus verschiedenen Warm- und Kaltzeiten. Die Untersuchung von Becken wie Neumark-Nord 1 und 2 zeigte komplexe Schichtfolgen, die auf mehrere Warmzeiten hinweisen. Die Pollenanalyse, Paläomagnetik und Lumineszenz-Datierungen unterstützen die Annahme eines eemwarmzeitlichen Alters. Die Ergebnisse sind Gegenstand intensiver Diskussionen in der Stratigraphie. Im Geiseltal gab es bis in die 1990er Jahre einen großen Braunkohle-Tagebau, der über 1,4 Milliarden Tonnen Kohle förderte. Die Abraumung betrug mindestens 1,4 Milliarden Kubikmeter. Die Tagebaue zerstörten große Teile der Landschaft und zahlreiche Ortschaften. Mit der Schließung des Tagebaus Mücheln 1993 endete die Kohleförderung. Heute ist das Geiseltal ein bedeutendes Forschungsgebiet für die Geologie und Stratigraphie.

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Art
Tal, Kohlebecken
Ort
Saalekreis
Seehöhe
92 m

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