📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Königshof
Schloss in Österreich
Das barocke Schloss Königshof liegt im Ortsteil Königshof der Gemeinde Bruckneudorf im Burgenland, nahe der Leitha. Ursprünglich entstand es zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der Nähe einer Mühle bei Wilfleinsdorf. Die Anlage war einst das Verwaltungszentrum der ungarischen Besitzungen des Stiftes Heiligenkreuz, das bis 1912 die Geschicke des Gutshofes lenkte. Besonders sehenswert ist die Dreifaltigkeits-Schlosskapelle, die Abt Clemens Schäffer 1676 errichten ließ. Der Altar stammt vom Wiener Hof-Tischler Thomas Rueff, während die Statuen des hl. Benedict und Bernard vom Bildhauer Georg Niclas Mayr geschaffen wurden. Auch die Turmuhr mit vier Zifferblättern, 1636 vom Uhrmacher Martin Schmidt in Mödling gefertigt, zeugt von der historischen Bedeutung des Ortes. Mehrfach wurde die Anlage durch Kriege beschädigt, etwa 1621 von aufständischen Truppen Gábor Bethlens oder 1683 von den Türken. Vor Ort lässt sich die barocke Architektur mit dem markanten Hauptportal und dem Wappen von Abt Gerhard Weixelberger bewundern. Die Kapelle wurde 1745 unter Leitung des Hof-Steinmetzmeisters Elias Hügel neu gestaltet. Die enge Verbindung zur Nachbarortschaft Kaisersteinbruch zeigt sich in der gemeinsamen Geschichte, etwa durch die Steinbrüche, die einst zum Besitz des Stiftes Heiligenkreuz gehörten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Bruckneudorf
- Adresse
- Königshof 1
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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