📷 Bild: Wikimedia Commons
Roter Turm
Turm in Chemnitz, ältester und gleichzeitig letzter erhaltener Bestandteil der Chemnitzer Stadtwehranlagen
Der Rote Turm in Chemnitz ist das älteste erhaltenes Bauwerk der Stadt und ein Wahrzeichen. Er wurde im 12. Jahrhundert als Bergfried errichtet und diente als Schutz für die umliegenden Siedlungen. Später war er Sitz des Stadtvogtes und wurde 1230 in die Stadtbefestigung eingebunden. Der Turm besteht aus rotem Chemnitzer Porphyrtuff, einem Gestein, das über Jahrhunderte in der Region verwendet wurde. Der Turm war bis 1900 als Gefängnis in Betrieb, was ihn vor dem Abriss bewahrte, als die Stadtbefestigung abgetragen wurde. Bekannte Insassen waren unter anderem August Bebel und Karl Stülpner. Im 19. Jahrhundert verschwand der Turm hinter einer Häuserzeile, sodass nur noch die Turmhaube sichtbar war. Nach einem Brand durch einen Luftangriff im Zweiten Weltkrieg wurde er zwischen 1957 und 1959 wieder aufgebaut. Der Rote Turm steht im Zentrum von Chemnitz und ist von der Theaterstraße umgeben. Seine rote Farbe stammt vom verwendeten Porphyrtuff. Die Turmhaube ist der einzige sichtbare Teil, da der Turm im 19. Jahrhundert von Gebäuden verdeckt wurde. Die Umgebung umfasst historische Gebäude und das Einkaufszentrum Galerie Roter Turm. Der Turm ist Teil der Stadtbefestigung und hat eine bedeutende historische Funktion.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm, Stadttor
- Ort
- Zentrum
- Adresse
- Straße der Nationen 5
- Erbaut
- 1150
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Sachsen
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