Dominikanerkloster

📷 Bild: Wikimedia Commons

KlosterRegierungsbezirk DarmstadtBezirk Regierungsbezirk Darmstadt

Dominikanerkloster

Kirchengebäude in Frankfurt am Main

Das Dominikanerkloster in Frankfurt am Main ist ein ehemaliges Kloster der Dominikaner, das heute als Sitz des Evangelischen Stadtdekanats und des Regionalverbandes dient. Es liegt im Stadtteil Bornheim, unweit der Lache und der mittelalterlichen Staufenmauer. Die Anlage wurde 1233 gegründet und 1803 an die Stadt vergeben. Nach einem Luftangriff 1944 wurde das Gebäude 1955–1957 im Nachkriegsstil wiederaufgebaut. Von der ursprünglich gotischen Kirche ist nur der spätgotische Chor der Heiliggeistkirche erhalten. Das Kloster war im Mittelalter ein zentraler kultureller und politischer Ort. Es war bis 1803 eine katholische Enklave in der lutherisch gewordenen Stadt und beherbergte bedeutende Kunstwerke wie den Heller-Altar von Albrecht Dürer und Matthias Grünewald. Die Klosterkirche war das größte Gotteshaus Frankfurts und war Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse, darunter Königswahlen. Die Anlage wurde im 15. Jahrhundert erweitert, mit einem Kreuzgang und einer großen Bibliothek, die später an die Stadtbibliothek ging. Im Innenbereich des Klosters gibt es einen Kreuzgang, der 1449 und 1499 erweitert wurde, sowie die Heiliggeistkirche mit ihrem spätgotischen Chor. Die Klosteranlage umfasst auch das Nonnengäßchen, eine schmale Verbindungsgasse zwischen dem Beginenkloster und der Fahrgasse. Die westliche Hälfte der Kirche wurde ab 1885 als Turnhalle genutzt, während die östliche Hälfte den Chor beherbergt. Die Anlage ist heute ein kulturelles Zentrum und Veranstaltungsort.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude, Kloster, Organisation, religiöse Gemeinschaft
Ort
Frankfurt am Main
Erbaut
1233
Architekt
Gustav Friedrich Scheinpflug
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

In der Nähe

🗺 Tour aus diesen Spots erstellen → ← Alle Spots in Regierungsbezirk Darmstadt

QR-Code

QR 3910c02
3910c02