Schwedenschanze Isingerode
Ringwall der späten Bronzezeit bei Isingerode in Niedersachsen
Die Schwedenschanze Isingerode ist ein Ringwall aus der späten Bronzezeit, der sich bei Isingerode in Niedersachsen befindet. Er wurde um 1200 v. Chr. errichtet und bis um 600 v. Chr. genutzt. Die Anlage gilt als befestigte Zentralsiedlung der Lausitzer Kultur und wird mit der nahegelegenen Hünenburg bei Watenstedt verglichen. Sie lag an einem überregionalen Fernweg, der die Oker überquerte, und war von natürlichen Schutzgebieten umgeben. Die Befestigungsanlage war bis in die späte Eisenzeit um Christi Geburt in Nutzung, als sie von einer germanischen Bevölkerung als befestigte Siedlung genutzt wurde. Die Ausgrabungen, die 2006 begannen und bis 2016 andauerten, ermöglichten Einblicke in die Struktur der Anlage. Sie bestand aus zwei Ringen mit Wällen, Gräben und Holzmauern, wobei die Anlage mehrfach durch Brand zerstört wurde. Die Anlage umfasste einen Innenraum mit Spuren von Besiedlung, wie Pfostenlöchern, Wandgräben und Feuerstellen. Die Ausgrabungen fanden von Angehörigen des Vereins Freunde der Archäologie im Braunschweiger Land unter Leitung von Wolf-Dieter Steinmetz statt. Funde umfassen Keramik, Schmuck und Knochenmaterial, sowie einen Kultstein aus der Zeit um 700 v. Chr. Die Struktur der Anlage ist im Untergrund bis zu 1,6 Meter tief erhalten.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Schladen-Werla
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