Römische Kastelle bei Friedberg
Römische Kastelle bei Augsburg
Die Römischen Kastelle bei Friedberg sind zwei Militärlager aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., die südlich der Stadt Friedberg und der Gemeinde Kissing liegen. Sie befinden sich auf einer Niederterrasse des Lechfeldes, westlich der Römerstraße Via Julia und östlich des Hagenbachs. Die Anlagen sind Teil der römischen Provinz Rätien und wurden vermutlich kurzfristig genutzt. Die Entdeckung der Kastelle erfolgte 1980 durch Otto Braasch, gefolgt von Feldbegehungen und Ausgrabungen. Kastell I war rechteckig mit abgerundeten Ecken und hatte eine geringe Größe, während Kastell II nur die östliche Schmalseite und Frontansätze bekannt sind. Beide Lager zeigten keine großen Bauten oder Infrastruktur, was auf eine kurze Nutzung hinweist. Im Inneren von Kastell I fanden sich Spuren von Holzbauten und Militaria, während Kastell II keine Anzeichen für Bautätigkeit zeigte. Die Funde umfassen Keramik, Glasgefäße, Fibeln und Münzen, die auf die Zeit vom 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. datieren. Die Münzen belegen eine Nutzung bis in die claudische Zeit. Die Kastelle sind als Bodendenkmale geschützt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Friedberg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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