Gelbes Schloss

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Gelbes Schloss

Schloss in Weimar, Thüringen

Das Gelbe Schloss in Weimar ist ein barockes Denkmal aus dem Jahr 1704, das als Witwensitz für die Herzogin Charlotte Dorothea Sophie errichtet wurde. Es gehört zum historischen Schlösserkomplex der Innenstadt und bildet mit dem Grünen Schloss und dem Roten Schloss einen städtebaulichen Ensembles. Die Hauptfront des Gebäudes ist nach Norden ausgerichtet, gegenüber dem Grünen Markt, und wird vom Neuen Schloss sowie dem Gleichenschen Hof umgeben. Das Schloss war bis 1738 Wohnsitz der Herzogin und später Sitz des Thüringischen Finanzministeriums. Johann Sebastian Bach gab hier Musikunterricht, und August von Kotzebue verbrachte seine Jugend in dem Haus. 1998 wurde es Teil der Klassik Stiftung Weimar und dient heute als Studienzentrum der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek. Das Gebäude wurde 2002–2005 saniert und mit einem Bücherkubus sowie einem unterirdischen Lesesaal ausgestattet. Im Inneren des Schlosses gibt es einen mehrstöckigen Bücherkubus mit 16 verglasten Oberlichtern, der als großes Bücherkabinett dient. Der Innenhof wurde mit einem Tiefenmagazin und einem Parkmagazin ergänzt, die über einen unterirdischen Gang mit dem Grünen Schloss verbunden sind. Das Gelbe Schloss selbst wurde entkernt und statisch umgebaut, um die Bücher und die aus ihnen resultierenden Deckenlasten aufnehmen zu können. Die ehemalige Fassadenfarbe und die Löwenfigur über dem Wappen der Herzogin sind erhalten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Schloss, Behausung
Ort
Weimar
Adresse
Markt 13-15, 99423 Weimar
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Thüringen

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