Augustinerchorfrauenstift Marienborn

📷 Bild: Wikimedia Commons

KlosterLandkreis BördeBezirk Landkreis Börde

Augustinerchorfrauenstift Marienborn

ehemaliges Augustinerinnen-Kloster in Marienborn, Sommersdorf, Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt

Das Kloster Marienborn war ein Augustinerinnen-Kloster, das im 12. Jahrhundert gegründet und 1810 aufgelöst wurde. Es lag im Ortsteil Marienborn der Gemeinde Sommersdorf in Sachsen-Anhalt. Die Gründung wurde durch eine angebliche Erscheinung der Jungfrau Maria über einer Quelle angeregt, an der später ein Hospital und schließlich ein Kloster entstand. Die Gebäude standen mehrfach unter Brand und wurden im 16. Jahrhundert evangelisch umgewandelt. Das Kloster war bis 1810 ein bedeutender Wallfahrtsort, der viele arme und kranke Pilger anziehend. Es war Teil der Herrschaft Jérôme Bonapartes, der das Stift 1810 aufgelöst und Teile des Guts verkauft oder geschenkt hat. Das Gut wurde später von verschiedenen Eigentümern weitergegeben, bis es 1931 in Konkurs ging und 1927 an Max Görlich verkauft wurde. Im Ort sind noch Reste der Klosterkirche St. Marien, des Kreuzganges und des Pfarrhauses erhalten. Die Kirche wurde mehrfach umgebaut und verändert, wobei sie bis heute ihre gotische Grundstruktur beibehält. Der Kreuzgang zeigt spätgotische Elemente und barocke Verzierungen. Das Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert steht heute in Privatbesitz. Die ehemalige Brauerei dient heute als Unterkunft für die Feuerwehr und den Gemeindearbeiter.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Sommersdorf
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt

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